Satzung IZ-QUEER e.V.

§ 1
Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen

IZ-QUEER e. V.

Verein zur Integration und Vernetzung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern im Kreis Steinburg

(2) Der Sitz des Vereins ist in:
Itzehoe

(3) Der Verein ist / wird in das Vereinsregister beim Amtsgericht Pinneberg eingetragen.

(4) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2
Zweck des Vereins

Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender werden im Folgenden mit der wissenschaftli-
chen und im englischen Raum gebräuchlichen Beschreibung „queer“ näher bezeichnet.

(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des
Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2) Der Verein strebt seine Aktivitäten in folgenden gesellschaftlichen Bereichen an: Erzie-
hung (z. B. Beratung von Eltern zu sexuellen Orientierungen), Jugend- und Altenhilfe (z.B.
Coming Out-Beratung, Besuchsdienst für Ältere), Gesundheit (z. B. Aufklärung und Beratung
zur Verhütung und Bekämpfung von ansteckenden Krankheiten).

(3) Der Verein strebt jegliche Förderung und Unterstützung von Initiativen und Projekten für
eine weltoffene, tolerante und humanistische Gesinnung und Lebenseinstellung an. Des
Weiteren unterstützt der Verein die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf
allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens.

(4) Der Verein strebt die Zusammenarbeit mit Vereinen, Organisationen, Bildungseinrichtun-
gen, Institutionen und Initiativen an, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen.

(5) Zweck des Vereins ist:

  • den in der Öffentlichkeit bestehenden Vorurteilen gegenüber queeren Menschen entgegenzuwirken und Diskriminierung abzubauen. Ziel ist es dabei, über Aufklärung der Öffentlichkeit eine breite gesellschaftliche Akzeptanz zu initiieren.
  • Unterstützung, Förderung und Pflege des Austausches und sozialen Zusammenhalts unter queeren Menschen im Kreis Steinburg
  • Unterstützung hilfsbedürftiger Männer und Frauen und Transgendern
  • Unterstützung von Opfern von Gewaltübergriffen
  • Unterstützung von queeren Jugendlichen und Alten.
  • Förderung des generationsübergreifenden Dialogs und sozialem Zusammenhalts unter queeren Menschen
  • die Schaffung von Kommunikations- und Freizeitmöglichkeiten
  • Jugendliche bei der Findung ihrer eigenen Identität zu unterstützen und ihnen speziell in Not- und Konfliktsituationen zu helfen und sie zu beraten
  • Förderung und Ausbau des Europäischen Gedankens durch die transnationale Vernetzung mit anderen queeren Vereinen und Verbänden.

(6) Der Vereinszweck wird verwirklicht durch:

  • öffentliche Veranstaltungen, die Emanzipation und sozialen Zusammenhalt initiieren und fördern. Dazu zählen beispielsweise Lesungen, Filmabende, Diskussionen, Sporttage, Ausflüge, Gruppenfahrten, Feste und Themenabende u.a.m.
  • Beratung und Aufklärung der Eltern von Kindern und Jugendlichen in sexuellen Orientierungsphasen
  • Beratung und Aufklärung von queeren Menschen zur Prävention gegen sexuell übertragbare Krankheiten
  • Präsenz und Projektarbeit im Bildungsbereich (z.B. Informationstage an Schulen)
  • Betreuung und Beratung von queeren Jugendlichen
  • Betreuung und Beratung von älteren queeren Menschen
  • aktive Interessenvertretung und Mitarbeit in Gremien auf Gemeinde-, Kreis-, Landes-
    und Bundesebene.

(7) Der Verein entwickelt und unterbreitet Angebote zur interkulturellen, allgemeinen, kulturellen, politischen oder beruflichen Bildung und strebt eine planmäßige und kontinuierliche
Weiterbildungsarbeit gemäß § 22 (2) Bildungsfreistellungs- und Qualifizierungsgesetz
(BFQG) für das Land Schleswig-Holstein an.

(8) Zur Förderung der Jugend in kultureller, sozialer, politischer und interkultureller Hinsicht
arbeitet der Verein gemäß § 1 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.

(9) Der Verein arbeitet nach den Prinzipien des Gender Mainstreaming.

(10) Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.

§ 3
Gemeinnützigkeit

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

§ 4
Mitgliedschaft

(1) Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die die Vereinszwecke des § 2 unterstützen.

(2) Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. Der Vorstand hat über den Antrag auf seiner nächstfolgenden Sitzung zu entscheiden. Durch die nachfolgende Mitgliederversammlung muss die Vorstandsentscheidung jeweils bestätigt werden. Die Mitgliedschaft des Antragstellers beginnt rückwirkend zum Antragszeitpunkt.

(3) Die Ablehnung eines Antrages ist dem Antragsteller mit Gründen bekannt zu geben.

(4) Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod oder Auflösung des Vereins.

(5) Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vereinsvorstand. Die Mitgliedschaft endet mit Eingang des Schreibens beim Vorstand.Ein Mitglied kann auf Beschluss der Mitgliederversammlung von der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise und schuldhaft gegen die Vereinsinteressen und –ziele verstoßen hat. Die Ausschlussbegründung ist dem ausgeschlossenen Mitglied bekannt zu geben.

§ 5
Beiträge und Mittelverwendung

(1) Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung
festgelegt wird.

(2) Der Verein kann Spendenaktionen durchführen und Stiftungen zur Erfüllung der Ziele
gründen sowie Sachspenden entgegennehmen.

(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke der Körperschaft fremd sind, oder durch verhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(4) Bei Austritt oder Ausschluss eines Mitgliedes werden bereits gezahlte Jahresbeiträge
nicht erstattet.

§ 6
Organe

Organe des Vereins sind:
1. die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand.

§ 7
Mitgliederversammlung

(1) Alljährlich findet mindestens eine ordentliche Mitgliederversammlung statt, zu der alle Mitglieder vom Vorsitzenden unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einzuladen sind. Zur Schriftform gehört auch der Email-Verkehr. Die Einladungsfrist beträgt 28 Tage.

(2) Der Vorstand hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn das
Interesse des Vereins es erfordert oder die Einberufung von mindestens 25 % der Vereinsmitglieder schriftlich und unter Angabe des Anlasses verlangt wird. Die Einladungsfrist beträgt 14 Tage.

(3) Der Mitgliederversammlung als oberstes Vereinsorgan obliegen folgende Aufgaben:
1. Wahl, Abberufung und Entlastung des Vorstandes
2. Satzungsänderungen
3. Festlegung des Jahresbeitrages
4. Auflösung des Vereins
5. Bestätigung / Ablehnung von Mitgliedsaufnahmeentscheidungen des Vorstandes

(4) Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder dem stellvertretenden Vorsitzen-
den geleitet, es sei denn, die Mitgliederversammlung wählt mit einfacher Mehrheit einen Versammlungsleiter.

(5) Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt, wenn mindestens 25% der Mitglieder anwesend sind. Ist trotz satzungsgemäßer Ein-berufung die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so muss mit einer Einladungsfrist von 28 Tagen eine weitere Mitgliederversammlung einberufen werden. Diese ist als beschlussfähig anerkannt.
Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, sofern die Satzung
oder das Gesetz nichts anderes besagt.

(6) Bei Verhinderung der Teilnahme an der Mitgliederversammlung kann ein Mitglied mittels schriftlicher Vollmacht einem anwesenden Mitglied seine Beschlussstimme zu spezifischen Themen übertragen. Jedes Mitglied kann nur ein abwesendes Mitglied vertreten.

(7) Über jede Mitgliederversammlung und deren Beschlüsse ist ein Protokoll anzufertigen,
das vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 8
Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens 3 Mitgliedern.
– dem / der Vorsitzenden
– dem / der stellvertretenden Vorsitzenden
– dem / der Schatzmeister / in
– und weiteren Mitgliedern

(2) Als Vorstand im Sinne des § 26 BGB gelten der Vorsitzende und der stellvertretende
Vorsitzende. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Einzeln Vertretungsberechtigt sind der Vorsitzende oder sein Stellvertreter. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.

(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung mit Stimmenmehrheit der anwesenden
Mitglieder für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Wahl des Vorsitzenden hat vor der Wahl der übrigen Mitglieder des Vorstandes in einem besonderen Wahlgang zu erfolgen.

(4) Bei Austritt oder Ausschluss eines Vorstandsmitgliedes wird dessen Funktion mit einem
durch den Vorstand gewählten Vereinsmitglied bis zum Ende der laufenden Wahlperiode besetzt.

(5) Der Vorstand beschließt den Finanzplan.

(6) Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen. Die Einladungen zu den Vorstandssitzungen
erfolgen durch den Vorsitzenden schriftlich unter Einhaltung einer Einladungsfrist von einer
Woche unter Beifügung der Tagesordnung. Zur Schriftform gehört auch der Email-Verkehr.

(7) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder, darunter der
Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Der Vorstand fasst seine
Beschlüsse mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gilt der Beschluss als nicht angenommen.

(8) Der Vorstand bestimmt den Zeitpunkt der Mitgliederversammlung, bereitet sie vor und sorgt für die Durchführung der dort gefassten Beschlüsse.

(9) Über jede Sitzung und deren Beschlüsse ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden und einem anderen Vorstandsmitglied oder dem Protokollanten zu unterzeichnen ist.(10) Der Vorstand wird ermächtigt, für den Fall, dass das Registergericht im Verfahren über die Eintragung des Vereins oder das Finanzamt im Verfahren über die Anerkennung des Vereins als gemeinnützig im Sinne der Abgabenordnung einzelne Satzungsbestimmungen beanstanden, die Satzung zur Behebung der Beanstandungen abzuändern.
Die Satzungsänderung ist der Mitgliederversammlung zur Kenntnis zu geben.

§ 9
Auflösung des Vereins

Die Mitgliederversammlung kann die Auflösung des Vereins beschließen, wenn mindestens
zwei Drittel aller Mitglieder dafür stimmen. Sind nicht genügend Mitglieder anwesend, so
muss eine weitere ordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden.

Die Beschlussfähigkeit ist dann abhängig von den Festlegungen im §7 Abs. 5.
Bei Auflösung des Vereins oder durch Wegfall des steuerbegünstigten Zweckes fällt das
Vermögen des Vereins an

HAKI e.V., Westring 278, 24116 Kiel, der es unmittelbar und aus-
schließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

beschlossen am: 28.04.2012
Ort: Itzehoe – Gründungsversammlung
__________